#Tortengate und das ganz Große Twitter-Kino

Was war da letzte Woche wieder los auf Twitter? Ganz großes Kino in Sachen Social-Media-Kommunkation.  Ich war kurz davor, die Popcorn-Tüte rauszuholen. Es war alles dabei: Wut, Trauer, Freude, Scham und auch viel Schadenfreude. Denn Jan Böhmermann hat mal wieder das ganze Internet durchdrehen lassen. Letzte Woche war nämlich #Tortengate. 

 

Was ist passiert? Nur so viel: Twitter ist 10 Jahre alt geworden und hat vielen berühmten und weniger berühmten Twitterern eine Torte geschickt. Nur Jan Böhmermann halt nicht. Der hat das daraufhin dann #Tortengate genannt und Twitter in einer großen Facebookkampagne auf zum schreiend komische Art und Weise gedisst. Daraufhin haben viele Redaktionen die Möglichkeit genutzt, Jan Böhmermann so richtig unter die Nase zu reiben, dass sie eine bekommen haben und er nicht. Ganz vorne dabei das Handelsblatt und Stern.de. Für den Nutzer als ganz, ganz großes Kino. 

 

Man muss ja schon sagen, dass das auch ne absolute Anti-Glanzleistung von Twitter war.  Welche PR-Agentur hat da eigentlich wieder seinen Praktikanten dran gesetzt? Denn wenn man ein bisschen recherchiert, wird schnell klar, dass der Böhmermann mehr als eine halbe Millionen Follower hat und dass dem das deutsche Twitter sozusagen gehört. War doch klar, dass wenn der keine Torte kriegt, dafür aber die Funke-Zentralreaktion mit 589 Followern, dass der da ne Volleskalation anstrebt (der Funke-Zentralredaktion war das ja übrigens selber peinlich).

 

Der ganze Spaß hat sich übrigens bis kurz vor Ostern gezogen, bis Twitter einen eigenen Hashtag ins Leben rief um sich irgendwie beim Böhmermann zu entschuldigen: #BackenfuerBoehmi. Hier konnten die Nutzer für Jan Böhmermann backen. Wenn man mich fragt, war das ein bisschen lame. Da wäre noch mehr in Sachen Schlagabtausch drin gewesen. Weil ich denke nicht, dass es bei Twitter an Social Media-Experten fehlt. Zwar ist Jan Böhmermann sozusagen der Endgegner der Schlagabtauschs, aber wenn gerade jemand da die richtigen Leute für haben sollte, dann ja wohl Twitter. 

 

Naja. Mein Fazit: Jan Böhmermann 1 . Twitter 0.