DIE SPREU VOM WEIZEN TRENNEN - INSTAGRAM STORIES

So, jetzt ist Instagram-Stories jetzt auch schon etwas länger als eine Woche raus und ich habe mir das mal angesehen. Nach bereits einem Tag war ich süchtig. Denn irgendwie ist es schon etwas anderes, wenn man von Leuten sozusagen in ihren Alltag mitgenommen wird, als sich nur statische Bilder anzusehen. Denn mit Stories kann man zusammenhängende Multimedia-Geschichten erzählen und irgendwie fühlt es sich tatsächlich so an, als würde man mit der Person in einem Raum sein. Deswegen macht es glaube ich so süchtig. Da ich vielen Leuten aus der ganzen Welt folge, kann ich innerhalb weniger Minuten fast live und in Farbe an vielen verschiedenen Orten sein, ohne dass ich dafür großartig was tun muss - denn die Stories werden direkt hintereinander abgespielt. 

 

Strunzdumme menschen sofort identifizieren und aus dem feed schmeißen

Allerdings habe ich auch schnell festgestellt, dass sich einige selbstverliebte Volltrottel in meinem Instagram-Feed verstecken. Denn bei Instagram kennt man ja die Personen eigentlich nur von Bildern und meistens folgt man denen, weil die ganz was Tolles können - malen, backen und so weiter. Die Person dahinter kennt man eigentlich nicht. Mit Stories ändert sich das und ich wünsche mir bei einigen, sie wären bei den Bildern geblieben. Leider musste ich nämlich auch bei einigen Stars, die ich kenne und eigentlich echt gut finde, feststellen, dass sie sowohl selbstverliebt als auch strunzdumm sind. An dieser Stelle nenne ich mal keine Namen. Ich sag nur so viel: Diese Personen haben einen Follower weniger, weil die mir immer meine Instagram Stories-Experience versaut haben, weil die ständig die Kamera in ihr Gesicht gehalten und hohles Zeug geredet haben. Instagram Stories kann also voll nach hinten losgehen, wenn man seinen Narzissmus und/oder fehlende IQ-Punkte bis jetzt ganz gut verstecken konnte.

 

Und da wir gerade so schön dabei sind, dass man ja eigentlich von den Leuten mit in den Alltag mitgenommen wird, nehme ich euch einfach mal mit in meinen Instagram Stories-Feed und zeige euch, wieso ich dieses Medium einfach so gut finde.

 


 

Das hier sind zum Beispiel drei Positivbeispiele von Leuten, die die Kamera zwar in ihr Gesicht halten, dabei aber sympathisch sind und wissen, dass sie besser nur was sagen sollten, wenn etwas informativ und/oder amüsant ist. Ganz doll empfehle ich theboywhobakes. Er backt nicht nur unglaublich gute Sachen (nicht immer nur Buttercremetorten, sondern auch viel Brot und so), sondern ist auch sehr sympathisch und authentisch. Dann sind da noch zwei Stars aus US-Sitcoms, die mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen sind. Lamorne Morris von New Girl ist im wahren Leben fast genau so schräg wie in der Serie und ich beömmel mich jedes Mal irre über ihn. Das gleiche gilt für Beth Behrs und Kat Dennings von 2 Broke Girls. Die sind ebenfalls genauso lustig wie in der Serie und bieten eigentlich beide gerade göttlich gute Behind the Scenes-Reportagen, da sie gerade mitten im Dreh für die neue Staffel sind.

 


 

Dann mag ich ja auch noch die Momente, in denen jemand einfach auf der Straße oder in einem Laden oder in sonst einer Situation steht und den Zuschauer echt einfach nur mitnimmt. Eigentlich super trivial und blöd, aber irgendwie macht es total Spaß. Ich sitze auf der Couch und befinde mich gerade quasi live in einem riesengroßen Candystore in Japan, bei dem die Japaner wieder wirklich übertreiben und Lollipop läuft und die Mitarbeiterinnen alle aussehen, als wären sie direkt aus einem 50s-Klischee gesprungen. Oder ich finde es auch super, einfach in New York auf der Straße zu stehen und zu sehen: Keine Sorge, bei denen schüttet es genauso aus Eimern wie bei uns. Wir sind also mit dem blöden Wetter nicht alleine. Oder die Gartenparty von Taylor Swift. Da hängt die einfach mit ihren Eltern oder Großeltern ab - das weiß ich nicht mehr so genau - und man kann einfach dabei und ein Teil davon sein. (Jaaaa, ich oute mich, ich mag Taylor Swift...)

 


 

Was auch schön ist, ist wenn das alles ein bisschen professioneller ist und man dazu auch noch sehr schöne und professionelle Momentaufnahmen aus der ganzen Welt bekommt. Ich war diese Woche schon virtuell in London, New York, Okinawa, den olympischen Spielen in Rio, Madeira und Paris. Denn einige der Leute, denen ich folge, machen gerade einen Trip und führen ein kleines Reisetagebuch. Das finde ich spannender als jede Reisedoku.

 


 

Und dann mag ich das natürlich auch, wenn Leute ein bisschen von ihrer Arbeit erzählen. Denn - machen wir uns nichts vor - ich persönlich werde niemals mit den Leuten in den Forschungszentren der NASA zusammenarbeiten - aber dank Instagram Stories kann ich einen kleinen Rundgang zusammen mit denen machen. Und wahrscheinlich werde ich auch nicht mit SIDO auf Tour gehen, aber ich weiß jetzt von SIDO persönlich, dass die auf der Busfahrt zum nächsten Gig Würfelspiele spielen. Zwar trinken die dabei Wodka - trotzdem ist das ja eher eine Beschäftigung für Senioren. Da fühle ich mich gleich besser. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mal bei einem Fotoshooting für National Geographic mitmache, ist auch sehr gering. Aber ich weiß jetzt, dass es gar nicht mal so einfach ist, Kühe idyllisch vor einer Bergkulisse zu fotografieren. Die machen nämlich immer das, was die nicht sollen.

 


 

Zu guter Letzt gibt es dann auch das, wofür man die Leute nämlich eigentlich kennt. Kann ganz toll malen, Frühstück machen oder Kekse backen. Aber es ist trotzdem anders, als auf den Bildern. Denn meist ist es ein Mix aus Bildern, Boomerangs, Bildern mit Kommentaren und Videos. So bekommt man nicht nur einen Eindruck, wie es hinter den Kulissen aussieht, sondern sieht auch, wie Projekte voranschreiten. Das finde ich besonders interessant. Denn auf Instagram selbst ist es schwierig, zusammenhängende Geschichten zu erzählen. 

 

Fazit: Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich vorher ohne Instagram Stories gelebt habe. Auf jeden Fall möchte ich es jetzt aber auch nicht mehr missen. Ihr entschuldigt mich - ich schau mal, wer was neues gepostet hat. Und jaaaa, das gab es auch schon bei Snapchat - aber erstens habe ich drei Snapchatfreunde und deswegen ist mein Feed gähnend leer und zweitens verzeiht mir alten Oma, dass ich das auch nicht hundertpro verstanden habe.